KaiDaniel
"Umgangsboykott"
Umgangsverweigerung

Trennungskinder haben Rechte

Kinder haben das Recht mit beiden Elternteilen Zeit zu verbringen.

Wenn der Elternteil, bei dem das Kind lebt, seinem Kind den Umgang mit dem anderen Elternteil verwehrt und erschwert und gegenüber dem anderen Elternteil behauptet, das Kind wolle den anderen Elternteil weder sehen noch telefonisch mit ihm sprechen, dann nennt man dies Umgangsverweigerung oder Umgangsboykott.

Was bleibt dem boykottiertem Elternteil, der sein Kind liebt und dem es einzig darum geht, regelmäßigen Kontakt zu seinem Kind zu haben? Er wird dazu getrieben, das zu tun, was der boykottierende Elternteil erwartet, um dem Kind zu demonstrieren, dass der eine Elternteil persönlich gegen den anderen Elternteil vorgeht. Er wird für die Rechte seines Kindes kämpfen und wenn alles nichts gebracht hat, wird er am Ende schweren Herzens den Weg zum Familiengericht gehen, um eine kontinuierliche Umgangsregelung zu erwirken.

Welche Hoffnung besteht, wenn man zum Familiengericht geht? Dem Kind soll ein möglichst zeitlich ausreichender und leichter Zugang zu beiden Eltern erhalten bleiben und zugleich das Pendeln zwischen den zwei Zuhauses auf ein Minimum reduziert werden.

In Deutschland leben rund 2.200.000 minderjähriger Kinder in Haushalten mit nur einem Elternteil (1.580.000 Haushalte). Davon beträgt die Zahl der Vater-Kind-Haushalte rund 156.000 (Quelle: Statistisches Bundesamt Mikrozensus 2008).